Sprachsteuerung für Industrie 4.0: Der OEE eine Stimme geben

Die Sprachsteuerung von Alexa, Siri, Cortana und Co erobert nach dem Privathaushalt auch die Industrie. Eine natürliche Spracheingabe von Daten oder Sprachsteuerung von Befehlen ohne eine Tastatur lässt den Menschen besser mit der Technik zusammenarbeiten. Wir haben es für Amazons Alexa als Skill für oee.cloud-Kunden umgesetzt.

Spracheingabe als natürliche Benutzerschnittstelle

Die Verkaufszahlen werden weder von Amazon, noch von Google oder Apple im Detail kommuniziert, aber Amazon hat Ende 2017 den Einblick gegeben, das mehrere zehn Millionen Echo-Geräte für Alexa’s Voice Business verkauft wurden. Das ist viel.

Der weitaus überwiegende Teil der smarten Lautsprecher ist im privaten Einsatz und sagt den Wettbericht an, spielt Playlisten ab oder bestellt Bücher. Aber das Potential ist auch für geschäftliche Anwendungen riesig. So nimmt die Entwicklung intuitiver Benutzerschnittstellen im Kontext der Industrie 4.0 zunehmend an Fahrt auf. Menschen treten in direkten Dialog mit der Maschine bzw. der IoT-Plattform und können so auf natürliche Weise mit dem Equipment kommunizieren.

Alexa beantwortet Fragen zur OEE

Wie gut und natürlich die Sprachsteuerung am Beispiel der Statusabfrage der Overall Equipment Effectiveness (OEE) funktioniert, zeigt folgendes Video.

 

Der Mensch kann, ohne dass er seine Sprache explizit auf Alexa einstellen muss, natürlich eine Konversation über die Anlagenproduktivität führen, Vergleiche oder Stückzahlen anfragen. All das, ohne seine eigentliche Aktivität zu unterbrechen und ohne zu einer Tastatur oder einem Touchscreen zu greifen.

Dieser Anwendungsfall unterstützt die Produktionsleitung im Management der Anlagenproduktivität. Die logische Erweiterung ist die Spracheingabe von Störgründen für den Shopfloor-Mitarbeiter bei einem Anlagenstillstand. So können die relevanten Eingaben gemacht werden, ohne dass Werkzeug aus der Hand gelegt werden muss und sich dadurch die Reparaturdauer verlängert.

Sprachsteuerung wird ein weiterer Bedienstandard

2014 brachte Amazon die Alexa-Sprachtechnologie als erster auf den Markt. Viele große Tech-Unternehmen haben mit weiteren Produkten nachgezogen. Und die Spracheingabe hat das Potential, sich neben Tastatur und Touchscreen als Bedienstandard in der Industrie zu etablieren. Es gibt zahlreiche Szenarios, in denen es Parktisch ist, beide Hände freizuhaben und trotzdem einen Computer zu bedienen. Systeme wie Alexa ermöglichen dies mit aktuellen Technologien der künstlichen Intelligenz, die sich nicht nur an dieser Stelle in der Industrie verbreiten.