Lesen Sie hier die Grundlagen des OEE-Managements

Overall Equipment Effectiveness (OEE) oder Gesamtanlageneffizienz (GAE) bezeichnet eine Kennzahl zur Produktivitätsmessung von Anlagen. Die Kennzahl und insbesondere die nötigen begleitenden Informationen sind nicht einfach zu erfassen, sie haben aber einen unschätzbaren Wert für das Management der Anlagenproduktivität, was auch als OEE-Management bezeichnet wird. Mit oee.cloud ist die Hürde zur Analyse und Optimierung der OEE minimal, so dass ein auf Zahlen, Daten und Fakten basierter Verbesserungsprozess deutlich leichter als in der Vergangenheit zu installieren ist.

Die OEE ist eine Kennzahl, welche sich aus den drei Faktoren Verfügbarkeit, Leistung und Qualität zusammensetzt. Durch die Multiplikation der Faktoren berechnet sich die OEE. Die OEE wird thematisch dem Total Productive Maintenance (TPM) und der Lean Production zugeordnet. Beiden Konzepten ist gemein, dass sie Verschwendung identifizieren und eliminieren bzw. reduzieren wollen. Es wird also ein Prozess im Zuge der Analyse in Wertschöpfung und Verschwendung unterteilt und der jeweiligen Anteile messbar gemacht. Auf der Basis kann der Prozess dann durch OEE-Management optimiert werden.

Der OEE-Verfügbarkeitsfaktor und seine Optimierung

Verfügbarkeitsverluste sind Stillstände oberhalb eines Grenzwertes, der fallabhängig zu bestimmen ist. In oee.cloud kann man eine Grenze > 1 Minute beliebig festlegen. Alle Stillstände oberhalb dieser Grenze reduzieren die Verfügbarkeit.

Typische Verfügbarkeitsverluste sind größere Defekte, Rüstvorgänge, fehlendes Material oder Personal, Warten auf Instandhaltung – alles, was zu einem längeren Stillstand der Anlage führt. Jedes Mal, wenn solch ein Stillstand eintritt, erscheint auf dem Tablet die Eingabeaufforderung für einen Störgrund. Diese Verfügbarkeitsstörungen sind häufig der Startpunkt für OEE-Optimierungen, weil die Ursachen regelmäßig sehr transparent sind und sie deshalb als niedrig hängende Früchte betrachtet werden.

Für den Verlustgrund „Rüsten“ hat sich mit SMED (Single Minute Exchange of Dies) sogar eine eigene Methode innerhalb der Lean Production herausgebildet, um diese Verluste zu reduzieren.

Der OEE-Leistungsfaktor und seine Optimierung

Den Leistungsfaktor reduzieren Kurzstillständen oder auch Mikro-Stopps und eine Fahrgeschwindigkeit der Anlage, welche geringer als die Vorgabegeschwindigkeit ist. Diese Verlustursachen sind häufig schwierig greifbar, weil die Anlage zwar augenscheinlich läuft, jedoch häufiger kurz steht bzw. zu langsam läuft. Beides Dinge, die bei einer kurzen Anwesenheit an einer Anlage regelmäßig nicht auffallen.

Innerhalb von oee.cloud werden diese Verlustursachen einem eigenen Störgrundkatalog zugeordnet. Eine Eingabeaufforderung am Tablet erfolgt, wenn über eine definierte Zeit ein OEE-Grenzwert nicht erreicht wird. Beispielsweise kann man oee.cloud so konfigurieren, dass ein Störgrund abgefragt wird, wenn die Anlage länger als 15 Minuten mit einer OEE < 60 % betrieben wird. Durch dieses Vorgehen werden auch die Verluste bewertbar, die sonst „durch die Finger rinnen“.

Der OEE-Qualitätsfaktor und seine Optimierung

Der Qualitätsfaktor gibt das Verhältnis von Gutteilen zu Ausschussteilen an. Dafür wird ein separater Sensor an einer Ausschuss/N.i.O.-Strecke angebracht, der dort die Schlechtteile zählt. Auch hier ist die Logik wieder identisch. Mit einem eigenständigen Störgrundkatalog werden den Ausschussteilen am Tablet Störgründe zugeordnet.

Der Qualitätsfaktor hat in der OEE-Optimierung regelmäßig eine geringere Priorität, da sich eigene Abteilungen mit dem Thema Qualität beschäftigen. Dennoch ist oee.cloud für diesen Anwendungsfall gerüstet.

Konfiguration von oee.cloud

Alle Konfigurationen von oee.cloud werden über eine Benutzeroberfläche in einem Internet-Browser vorgenommen. Es besteht kein Bedarf eine Software auf dem entsprechenden Computer zu installieren.

oee.cloud ist so designed, dass ein Umzug der Sensoren jederzeit möglich ist und dabei die Daten nicht durcheinander geraten. Sensoren können deshalb von einer Lokation ab- und an einer anderen Lokation wieder angemeldet werden. Kehrt man zu einer Lokation zurück, stehen die zuvor erfassten Daten als Vergleichswerte wieder zur Verfügung. Auf diese Weise ist ein plausibler Vorher-Nachher-Vergleich innerhalb des oee.cloud-Berichtswesens jederzeit möglich. So wird OEE-Management einfach.